reflections

Zitat der Woche: Europa und die Palästinenser

    "Weltwoche: Wieso nahm im Libanonkonflikt eine Mehrheit der Europäer gegen Israel Partei, und wieso glaubt eine Mehrheit der Europäer, Israel unterdrücke die Palästinenser?"

    Efraim Karsh: Ganz einfach: weil Israel ein jüdischer Staat ist. Machen wir uns nichts vor! Es handelt sich hier um eine Fortsetzung der alten Obsession mit den Juden. Niemand kümmert sich auch nur einen Deut um die Palästinenser. Die Araber haben sich nie um die Palästinenser gekümmert.

    [...]

    Wieso denn war die allgemeine Auffassung in Europa, dass Israels Antwort auf die Provokationen der Hisbollah disproportioniert sei?

    Weil die Europäer den Juden gegenüber unfair sind. Sie sind immer unfair gewesen. Seit der Zeit der Römer haben sie Juden umgebracht. Was ist neu daran? Kurz nach dem Ende des Holocaust wurden in Polen bereits wieder Juden in Pogromen getötet."

    Hanspeter Born: «Wir lassen uns einschüchtern», Weltwoche 06/07

Karikaturenstreit: Nachwehen in Paris

Ein Jahr nach Veröffentlichung der Karikaturen hat ein Prozess gegen das französische Satiremagazin Charlie Hebdo begonnen. Kläger sind der Verband der islamischen Organisationen in Frankreich und die Moschee von Paris. Mitten im Karikaturenstreit hatte das Magazin die Karikaturen nachgedruckt. Die Muslime klagen nun, weil es sich um "einen vorsätzlichen Akt der Aggression" handle und die religiösen Gefühle noch mehr verletze. Dem Chefredaktor des Magazins, Philippe Val, drohen bei einer Verurteilung durch das Straftribunal von Paris bis zu sechs Monate Haft und eine Geldstrafe von maximal 22'500 Euro (sic!).

Méfiez-vous des contrefaçons!

Auf die Gefahr hin, dass man mich der Inkonsequenz bezichtigt, möchte ich dennoch an dieser Stelle auf eine Aktion aus der Welt der "Realpolitik" aufmerksam machen - schliesslich habe ich weder vor, mein eigenes Thelema zu gründen, noch versage ich mich völlig dem politischen Diskurs. Als geläuterter Partei-Liberaler kann ich das, ohne mich "bissigen" Fussball-Kommentaren hinzugeben. Gefunden habe ich diese Kampagne jenseits der Sprachgrenze westlich von hier. Ich beginne auch erst jetzt die französischsprachige Blogosphäre zu entdecken.

«Es gibt nichts, das nicht einen zweiten Gedanken wert ist»

Das Kommunikations-Portal persoenlich.com hat heute in den Rundordnern der Werbeagenturen gegraben und eine Reihe von Sujets veröffentlicht, die aus diversen Gründen schliesslich so nie veröffentlicht worden sind.

Auch eine Arbeit für die Weltwoche von Lesch und Reinhold ist dabei, die ich hier gerne wiedergeben möchte, da ich der Meinung bin, dass sie unter anderem auch zu aktuellen Debatten hier und anderswo passt:

    "Die Weltwoche hat diese Kampagne -- eine von mehreren -- nicht genommen, weil das Team Lesch und Reinhold eigentlich bereits die Agentur war, dann mit neuer Marketingchefin aber wieder doch nicht, dann aber plötzlich wieder schon, und dann wurde aus heute bekannten Gründen alles plötzlich nochmals ganz neu. Schaunmermal, wie der Roger das Blatt neu ausrichtet."

Wie blutig muss ein Steak sein?

Dumme Frage! Das Steak muss spritzen. Ich will doch keine Schuhsole essen. Was meint ihr?



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